Es gehört zum Waffenarsenal diskussionsfeindlicher Personen – insbesondere bestimmter Redakteure der „jungen Welt“ – mit Unterstellungen und Diffamierungen zu arbeiten. Dies wird besonders deutlich in der Haltung zum iranischen Präsidenten.
Die Primitivformel lautet: Wer den iranischen Präsidenten als das bezeichnet, was er ist, wer das iranische Regime als das bezeichnet, was es ist, ist Helfershelfer einer US-Invasion gegen den Iran. Die Vorstellung, dass die revolutionären Kräfte, sei es im Iran, sei es sonst wo auf der Welt, vorrangig gegen die eigene innere Staatsmacht kämpfen und gleichzeitig gegen imperialistische Großmächte und ihre möglichen oder wirklichen Invasionen ankämpfen, ist in diesem Weltbild nicht denkbar.
Der Joker in solchen Situationen ist dann der Begriff „objektiv“. „Objektiv“ seien der Iran, die Hamas, die Taliban. Sie seien „antiimperialistisch“ und würden den Weltimperialismus schwächen. Daher dürfe man nicht auf ihre Ideologie schauen, sondern auf ihre Taten. Aus kommunistischer Sicht ist selbstverständlich sowohl der objektive als auch der subjektive Faktor zu betrachten. Subjektiv, das ist eindeutig, sei es Iran, sei es Hamas, sei es Taliban, herrscht nackter Antikommunismus, Ablehnung jeglicher demokratischer Rechte, mittelalterliche Willkür als Hauptpunkt.
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