Schon beim Erscheinen der roten „jungen Welt“ mit dem Titel „Endlich kracht’s in der „jungen Welt!“ am 14. Oktober 2009 haben die JW-Macher kopflos reagiert, und diesmal?
Auch nicht anders. Es hat ziemlich lange gedauert, bis sie gemerkt haben, dass die „gefakte“ jW auf der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in großen Mengen verteilt wurde. Und wieder reagierten sie kopflos. Sie schienen zu denken, dort das „Hausrecht“ zu haben, wie man ihrem großen Stadt und den massenhaften jW-Ausgaben, die umsonst verteilt wurden, erkennen kann. Hektisch trommelten sie Leute von sich herbei, um personal die Oberhand zu bekommen. Sie sahen sich genötigt, ihre „jW“ mit „Hier gibt’s das Original“ lautstark anzupreisen. Zweimal versuchten sie mit verschiedenen Mätzchen, das Verteilen der roten „jungen Welt“ zu verhindern und zu verbieten, was ihnen aber nicht gelungen ist.
Argumente hatten sie ja keine gegen die Kritik an ihnen. Es blieb ihnen nur erbärmliches: das bürokratische Geschimpf „Das dürft ihr nicht“, „packt das wieder ein“, „ihr Spalter“ plumpe Provokationen mit handgreiflichen und verbalen Attacken. Sobald es inhaltlich wurde, standen sie gleich klein da. ‚Auf die Vorhaltung, das die „jW“ den iranischen Machthaber Ahmadinedschad propagiert, der als Massenmörder in einer Reihe mit Leuten wie Pinochet steht, gab es seitens eines jW-Mannes nur die dümmlich-selbsentlarvende Erwiderung: „Aber Ahmedinedschad ist doch zweimal gewählt worden!“ Das Gelächter der Umstehenden war ihm sicher.
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